“Ich baue seit 2014 Eisstraßen, und mein Vater hat das schon lange davor getan. In meinem eigenen Wald betreibe ich zwei Komatsu‑Maschinen — eine 855 und eine 911. Bei diesem Projekt bin ich für den Bau der Eisstraße verantwortlich, während ein Kollege die Holzernte mit zwei Komatsu‑Teams durchführt,” sagt Göran.

Im Laufe der Jahre wurden jeden Winter Eisstraßen zu verschiedenen Inseln gebaut, ebenso wie für Infrastrukturprojekte. Beim Bau der Kalix‑Brücke beispielsweise war zusätzliche Eisstärke erforderlich, um die Arbeiten unter der Konstruktion zu unterstützen.

Warum eine Eisstraße?

Die Antwort ist einfach: Effizienz.
Die Eisstraße verkürzt die Rückedistanzen und bietet die kostengünstigste Lösung, um Inseln im Archipel zu erreichen. Der Bau dauerhafter Straßen im Sommer wäre deutlich teurer. Pontonschiffe können zwar geringere Einrichtungskosten haben, jedoch sind die Transportkosten pro Kubikmeter höher.

Die Holzernte auf der Insel wird auf etwa 8.000 Kubikmeter geschätzt.

Schicht für Schicht Stärke aufbauen

Der Bau einer Eisstraße erfordert präzises Timing und die richtige Ausrüstung. “Ich bohre Löcher ins Eis und verwende Flutpumpen, die etwa 3,5 Kubikmeter Wasser pro Minute bewegen — ungefähr so viel wie 20 Badewannen pro Minute. Das Wasser wird über die Oberfläche verteilt und erhöht nach und nach die Eisstärke.” Die Arbeiten beginnen in der Regel Mitte Dezember, sobald das Eis etwa 20 Zentimeter erreicht hat und Schnee liegt.

Bei rund 85 Zentimetern Eisstärke können Forstmaschinen auf das Eis gebracht werden. Um Holztransporter mit einem Gewicht von bis zu 74 Tonnen sicher zu tragen, sind etwa 1,2 Meter Eis erforderlich.

Planung entscheidet über den Erfolg

Der Bau selbst ist selten die größte Herausforderung — die Planung ist es. Die Routenwahl ist entscheidend. Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste, da bewegtes Wasser unter dem Eis es von unten schwächen kann. Die Planung kombiniert Satellitenbilder, Eiskarten und lokale Expertise. Bereiche, in denen das Eis im Frühjahr zuerst aufbricht, sind typischerweise die schwächsten Punkte, weshalb lokales Wissen unschätzbar ist.

Sicherheit ist unverhandelbar

“Keine Maschine fährt auf das Eis, ohne vollständiges Vertrauen in die Bedingungen. Der erste Fahrer ist verständlicherweise am vorsichtigsten. Aber wir gehen generell niemals unnötige Risiken ein. Holztransporter arbeiten unter strengen Geschwindigkeits- und Lastbegrenzungen.” In manchen Wintern muss mehrere Tage lang geflutet werden, um die Straße fertigzustellen. Auch die Tragfähigkeit kann je nach Bedingungen angepasst werden müssen.

Sobald die Maschinen den Einsatzort erreicht haben, läuft der Betrieb wie bei jedem Wintereinsatz ab. Der Unterschied liegt im Transport. “Sobald wir vor Ort sind arbeiten wir wie überall sonst. Der einzige Unterschied ist die Art wie wir dorthin gelangen. Alle hier eingesetzten Maschinen sind von Komatsu.”

Wissen für die Zukunft bewahren

Für Göran ist es genauso wichtig, das Know-how hinter dem Bau von Eisstraßen zu erhalten, wie das Projekt selbst abzuschließen. “Es ist eine Tradition, die früher weit verbreitet war. Heute ist sie seltener geworden, aber sie ist immer noch eine effiziente Möglichkeit, die Wintersaison in Nordschweden zu nutzen. Ich hoffe, dieses Wissen an die nächste Generation weitergeben zu können.”

Über Skog Mark Hav AB

Skog Mark Hav AB (SMHAB) mit Sitz außerhalb von Kalix und tätig in ganz Nordschweden bietet Dienstleistungen in den Bereichen Forstwirtschaft, Land- und Wasserbau an. Das Unternehmen ist auf Brückenbau und maßgeschneiderte Lösungen spezialisiert und führt außerdem Forstarbeiten mit eigenen Komatsu‑Maschinen, Erdarbeiten, Wasserbauprojekte und Beratungsleistungen durch.