Aus Sicht des Fahrers

Eine Sammung von guten Tipps, wenn es um einen gesunden Arbeitsplatz geht

Forstmaschinenfahrer haben einen anstrengenden und ungewöhnlichen Job. Hier erfahren Sie mehr über die ergonomischen Herausforderungen. Sie erhalten einen Überblick über Probleme, die mit Alltagsaufgaben innerhalb und außerhalb der Kabine zusammenhängen können.

Häufige Probleme und Lösungen

Stoß-, Klemm-, Quetsch und Schnittverletzungen.

Sturz- und Rutschverletzungen beim Ein- und Aussteigen

Am häufigsten treten diese Schädigungen außerhalb der Kabine bei Service- und Wartungsarbeiten auf. Daran sollten Sie denken: Sind die Servicepunkte zentral angeordnet und leicht erreichbar, so dass man möglichst wenig auf die Maschine klettern muss? Dabei sind die entsprechenden Leitern und Plattformen für Servicearbeiten sowie Ein- und Ausstieg zu verwenden.



Durch das (innere und äußere) Umfeld verursachte Problem.

Ekzeme, Allergien, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, geschwollene Füße etc.

Diese Beschwerden lassen deutlich erkennen, wie schwankend und anstrengend das Arbeitsumfeld des Fahrers ist. Ursachen: Gleißendes Sonnenlicht im Sommer, Kontakt mit externen Pollen und Abgasen, Umgang mit Ölen und Diesel etc. Geschwollene Füße und Beine werden durch langes Sitzen verursacht. Dabei wird der Blutkreislauf aus dem unteren Teil des Körpers abgeklemmt und das Blut bleibt in Füßen und Beinen stehen. Daran sollten Sie denken: Sitztyp (keine kreislaufhemmende Kante), Sitzeinstellung, Sonnenschutz, Pollenfilter etc.


Stress, Ernähung usw.

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magenprobleme.

Die einzelnen Beschwerden können mehrere Ursachen haben: Beispielsweise Stress aufgrund hoher Produktivitätsauflagen. Hohe Konzentration, ein Harvester-Fahrer muss bis zu 100 Entscheidungen pro Minute treffen. Schlechte Lebensmittel und Ernährung, zu schweres Essen – Daran sollten Sie denken: Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten, Kalorienaufnahme und -verbrennung.


Lärm- und vibrationsbezogene Schäden/ Symptome

Moderne Forstmaschinen liegen im Allgemeinen unter den Grenzwerten der reinen Lärmschädigungen. Die Fahrer arbeiten aber täglich unter dem Einfluss mehr oder weniger anstrengender Geräusche. Dazu zählen z. B. der niedertourige Motor und das schrille Geräusch der Hydraulik. Die Auswirkungen können sich von körperlicher und geistiger Ermüdung bis hin zu einem eingeschränkten Leistungsvermögen erstrecken. Vibrationen gehören ebenfalls zu den Geräuschen mit niedriger Frequenz und verursachen daher auch ähnliche Folgen. Daran sollten Sie denken: Gehörschutz tragen und Pausen ohne Schalleinwirkung einlegen.

Ganzkörpervibrationen

Die Ganzkörpervibrationen sind ein bekannter Problembereich bei den Fahrern von Forstmaschinen, die in erster Linie bei Forwardern auftreten. Dabei werden Teile des Körpers oder der ganze Körper durch Maschinenvibrationen, Stöße und Erschütterungen mechanischen Schwingungen ausgesetzt. Diese wirken ermüdend und können langfristig zu Belastungsschäden z. B. in Rücken, Nacken und Schultern führen. Wichtige Hilfsmittel bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Beschwerden sind die Dämpfung des Fahrersitzes und körperliches Training. Komatsu Forest ist mit der einzigartigen hydraulischen Kabinenfederung Comfort Ride sogar noch einen Schritt weiter gegangen.


Finger, Handgelenke und Tennisarm

Beim Risiko der Arbeitsverletzungen im Beruf des Forstmaschinenfahrers ist ein deutlicher Trend zu erkennen. Ging es früher hauptsächlich um Schulter-, Nacken und Rückenbeschwerden, hat sich der Schwerpunkt mittlerweile auf Probleme mit Fingern, Handgelenken und Unterarmen sowie Diagnosen wie Tennisarm und Karpaltunnelsyndrom verlagert. Ursache dafür sind die kleinen und monotonen Bewegungen, die mit den modernen Joysticks und Minihebeln ausgeführt werden. Gute Maßnahmen zur Senkung der Verletzungsgefahr sind Mikropausen und Variationen bei der Arbeitsstellung. So kann z. B. regelmäßig die Stellung von Arm und Auflage verändern.


Licht/ Beleuchtung

Eine für gute Sicht sorgende Beleuchtung ist wichtig für Forstmaschinenfahrer. Es ist kein Geheimnis, dass Beleuchtungen mit geringer Stärke und ungleichmäßiger Streuung Müdigkeit und Kopfschmerzen verursachen können, besonders bei ältere Fahrern, die bis zu vierfach stärkeres Licht benötigen können. Außerdem gibt es eine enge Beziehung zwischen Licht und Arbeitsstellung, wobei eine unzureichende Beleuchtung dazu führen kann, dass man schlecht sitzt und mit hoher statischer Muskelanspannung arbeitet. In der Folge ergeben sich Beschwerden in Rücken, Schultern und Nacken.