Geschichte

Eine kurze Geschichte über unsere bisherige Entwicklung

Skruven

1961-1970

Zwei Anfänge 

Die Geschichte von Komatsu Forest hat nicht nur einen Anfang, sondern zwei: einen in Schweden und einen in Finnland. In Finnland gründete man nach dem Zweiten Weltkrieg das Staatsunternehmen Valmet Oy, das auf dem heimischen Markt rasch zu einem wichtigen Akteur in der Forstmaschinenentwicklung avancierte. In Schweden wurde 1961 die kleine Firma Umeå Mekaniska ins Leben gerufen, in einer Region, die von einer starken Forstwirtschaft und tief verwurzelten Traditionen hinsichtlich Innovation und Unternehmertum geprägt war. Umeå Mekaniska war stark daran interessiert, neue Lösungen für die Mechanisierung schwerer manueller Industriearbeit zu finden. Im Jahr 1965 erblickte eine völlig neue Maschine das Licht der Welt: „Skruven“ – die Schraube. Diese einzigartige Lösung stellte den ersten wesentlichen Schritt auf dem Weg zur mechanisierten Holzernte dar. Bei Skruven rotierten Schneckenschrauben im Boden einer großen Grundplatte, auf die Baumbündel geschoben wurden. Die Effizienz war überwältigend.

1971-1980

Volvo zeigt interesse

In den 1970er-Jahren war eine rasante Entwicklung bei Valmet in Finnland zu beobachten; parallel entstand bei der schwedischen Firma Umeå Mekaniska ein hoch innovatives Umfeld. Im Zuge der immer stärkeren Mechanisierung der Forstarbeit stieg sowohl in Schweden als auch in Finnland die Anzahl der spezialisierten Forstunternehmen. Anhand umfangreicher Tests mit Skruven kam es zu weiteren Entwicklungen im Jahr 1972. Skruvens Nachfolger Tviggen war eine Einzelstamm-Maschine mit kettengetriebener Säge und sollte sich als durchschlagender Erfolg erweisen. Alle technischen Innovationen, die der Außenseiter Umeå Mekaniska auf den Markt brachte, zogen die Aufmerksamkeit der großen Player in der schwedischen Forstmaschinenbranche auf sich. Dieses Aufsehen führte im Jahr 1976 dazu, dass Volvo BM im Zuge seiner Investitionen in die Forstindustrie die Firma Umeå Mekaniska erwarb. 1979 leitete Volvo BM schließlich eine Zusammenarbeit mit Valmet Oy hinsichtlich Traktoren ein. 

1981-1990

Erster Eingriffharvester

Das Jahr 1984 war ein Meilenstein in der weltweiten Forstmaschinenproduktion. Damals stellte Umeå Mekaniska nämlich den weltweit ersten speziell konstruierten Eingriffharvester vor: den Valmet 901. Bei einem Eingriffharvester waren nun nicht mehr zwei Griffe erforderlich, sondern Fällschnitt, Entasten und Ablängen konnten mit nur einem einzelnen Griff erfolgen. Der Valmet 901 war zudem mit einer nivellierenden Kabine mit Rundumdrehung ausgestattet. Diese technische Lösung ist inzwischen über 30 Jahre alt, gilt aber immer noch als das ultimative Verfahren für nachhaltige Produktivität. Dieser wichtige technologische Fortschritt führte zu einem verstärkten Interesse von Valmet Oy an Umeå Mekaniska, sodass 1986 Umeå Mekaniska eine vollständige Tochter von Valmet Oy wurde. In der Folge wurden die Markenzeichen unter dem Namen Valmet zusammengefasst, was auch für weitere 25 Jahre Bestand haben sollte. 1989 verschmolzen die Firmen in Schweden und Finnland, und man nannte sich von nun an Valmet Logging AB.

Valmet 965

1991-2000

Mehrere neue Märkte

Infolge von Umstrukturierungen in der Valmet Oy Gruppe, zu der Valmet Logging gehörte, wurde der Name 1994 in SISU Logging geändert. In den 1990er-Jahren nahm die internationale Expansion des Unternehmens mit Geschäftsgründungen und -übernahmen in Wachstumsmärkten wie Australien, Südamerika und Nordamerika Fahrt auf. Anfang der 90er wurde erstmals ein völlig neues Aggregat vorgestellt, eine Spezialentwicklung für den südamerikanischen Markt. Dieses Aggregat sollte auf einem Bagger als Trägermaschine eingesetzt werden, was sich als höchst erfolgreiches Konzept für die Holzernte auf dem Zielkontinent erweisen sollte. 1998 stand eine erneute Namensänderung an, als der erste private Eigner, die finnische Industriegruppe Partek, das Unternehmen übernahm. Der neue Name war Partek Forest.

2001-2010

Japanischer Besitzer

Im Jahr 2000 leitete man eine informelle Kooperation zwischen Komatsu und Partek Forest ein, und es ging das Gerücht, dass Komatsu gerne Partek Forest übernehmen würde. 2002 wurde schließlich ein Besitzerwechsel verkündet, der für eine große Überraschung sorgte: Der finnische Staat beschloss, Partek an den finnischen Aufzug- und Rolltreppenhersteller Kone zu veräußern. Kones Akquisition machte schließlich den Weg frei für Komatsu, um Partek Forest auszukaufen. Im Zuge der Übernahme 2004 benannte der neue Besitzer Komatsu Ltd die Firma in Komatsu Forest um. Komatsu Ltd erkannte Synergie- und Entwicklungsmöglichkeiten und wollte die Forstmaschinentechnik und -produkte nutzen, um das Komatsu Baumaschinenangebot attraktiver zu gestalten, besonders für die Ernte von Plantagen. 2005 trug die skandinavisch-japanischen Zusammenarbeit erstmals Früchte: als Komatsu Forest einen Baggersatz vorstellte, mit dem sich ein Bagger im Handumdrehen in einen Harvester verwandeln konnte. 

2011-

Namensänderung der Maschinen

Der nächste große Schritt erfolgte im Jahr 2011, als die Maschinen nach 25 Jahren unter der Marke Valmet einen neuen Namen erhielten: Komatsu. Ihre klassische rote Lackierung behielten sie allerdings bei. 2012 übernahm Komatsu Forest den Aggregatersteller Log Max AB zusammen mit Log Max Inc. Unter dem neuen Besitzer Komatsu Ltd setzte man verstärkt auf die Produktentwicklung, sodass man innerhalb nur weniger Jahre fünf neue Forwarder und fünf neue Harvester vorstellen konnte. 2016 wurde der Komatsu 931XC präsentiert, der im Vergleich zu den Produkten anderer Hersteller mit einer einzigartigen Lösung für acht Räder aufwartete. Die Maschine basiert auf Komatsus einzigartigem geprüften und bewährten Fahrgestellkonzept mit Gelenkkupplung und Pendelachse, einer Tiltfunktion für Kabine und Kran sowie Komatsus lasterkennender Stabilisierungsfunktion. Dieses Konzept stellt bereits seit mehreren Jahrzehnten seine Effektivität unter Beweis. Der Komatsu 931XC kombiniert die hintere Pendelachse mit einem an der Einzelachse montierten Bogie.